ZUM WAHLKAMPF-ABSCHLUSS: HISTORISCHE ALTSTADTFÜHRUNG MIT HERMANN FÜLBERTH

Sieben Jahre lang war Hermann Fülberth ein beliebter Brettener Altstadtführer, der zahlreichen Gästegruppen aus Nah und Fern die historischen Sehenswürdigkeiten der Melanchthonstadt nahe brachte. Nachdem er bei der letzten Gemeinderatssitzung im April aus der CDU-Fraktion heraus massiv persönlich angegriffen, dabei auch in seiner Funktion als ehrenamtlicher Stadtführer infrage gestellt und von OB Martin Wolff nicht in angemessener Weise verteidigt wurde, erklärte Fülberth, während der weiteren Amtszeit des OB nicht mehr für städtische Führungen zur Verfügung zu stehen.

Dennoch müssen interessierte Bürger und Gäste Brettens nicht vollständig auf die beliebten und sachkundigen Führungen mit Hermann Fülberth verzichten. In bestimmten Fällen wird es sie (unentgeltlich) weiterhin geben. Das erste Mal bietet Fülberth, der auch Spitzenkandidat der Liste AUFBRUCH BRETTEN ist, eine solche „freie“, von der Stadt unabhängige Altstadtführung für Samstag, den 25. Mai um 11 Uhr ab Marktbrunnen an. Eingeladen sind dazu parteiübergreifend alle interessierten Brettener und Besucher der Stadt.

Die Führung markiert den Wahlkampfabschluss der Wählervereinigung AUFBRUCH BRETTEN zur Gemeinderatswahl 2019. Im Marktplatzbereich wird es zudem wieder einen Info-Stand mit dem Wahlprogramm und einer Anzahl von Kandidaten geben. Hinzu kommen, je nach Wetterlage, phantasievolle Sonderaktionen, denn AUFBRUCH BRETTEN hält sich zugute, immer für Überraschungen gut zu sein…

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„CITY-MARKETING“ IST BRETTENER „UNWORT DES JAHRES“

Michael Kaufmann, der Gewinner des 1. Preises (links) mit Dr. Peter Bahn von AUFBRUCH BRETTEN

Das „Brettener Unwort des Jahres“ steht nun fest. Im Rahmen einer Umfrage mit satirischem Hintergrund, die von der Wählergruppe „AUFBRUCH BRETTEN“ am Freitag- und Samstagvormittag auf dem Marktplatz durchgeführt wurde, erhielt der Begriff „City-Management“ die meisten Stimmen – wenn auch nur knapp. Insgesamt nahmen 43 Bürgerinnen und Bürger an der Umfrage teil, darunter einige bekannte Köpfe aus der Bereichen Kommunalpolitik, Sport, Kultur- und Vereinsleben sowie Einzelhandel.

Zur Auswahl gestellt hatte AUFBRUCH BRETTEN die folgenden 5 Begriffe, deren Stimmenzahlen z.T. dicht beieinander lagen:
– „City-Management“ =11 Stimmen
– „Kleinstadtperle“ = 10 Stimmen
– „Gesundheitszentrum Sporgasse“ = 10 Stimmen
– „Digitaler Leuchtturm“ = 8 Stimmen
– „ISEK / Bürgerbeteiligung“ = 4 Stimmen.

Die Umfrage war sicherlich nicht repräsentativ, gibt aber doch ein interessantes Meinungsbild wieder. Als Gewinner des 1. Preises (1 Flasche Wein) zog zum Abschluss „Glücksfee“ Eva Vogt von AUFBRUCH BRETTEN, Michael Kaufmann, der 2. Preis (eine exklusive Altstadtführung mit Hermann Fülberth) ging an Rita Kienle.

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Zwergenaufstand: kleine Zwerge mit großen Forderungen!

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Antwort auf die „Wahlprüfsteine“ des Brettener Seniorenrates

Demographischer Wandel:

Der demographische Wandel kann in absehbarer Zeit nicht aufgehalten werden. Folglich müssen sich Staat und Gesellschaft darauf einstellen und ihn sozialverträglich gestalten. AUFBRUCH BRETTEN fordert in seinem Programm zur Brettener Gemeinderatswahl ein diskriminierungsfreies Miteinander aller Menschen unabhängig von Herkunft und Alter.

Bürgerschaftliches Engagement und Seniorenräte:

Seit Jahren engagieren sich überdurchschnittlich viele Senioren in der ehrenamtlichen Arbeit, z.B. in zahlreichen Vereinen. Die Stadt sollte dieses Engagement noch stärker fördern, z.B. durch die Bereitstellung möglichst wohnortnaher und barrierefreier Vereinsräume. AUFBRUCH BRETTEN begrüßt in diesem Zusammenhang auch das Bestehen und das Engagement des Brettener Seniorenrates und regt eine stärkere Koppelung von dessen Arbeit mit Rat und Verwaltung an, z.B. durch regelmäßige Konsultationen und durch verpflichtende Anhörungen des Seniorenrates bei allen die Senioren betreffenden Ratsentscheidungen. Durchsetzen wird der Seniorenrat seine Anliegen aber nur dann, wenn er gemeinsam mit möglichst vielen Senioren sichtbar und laut auf die Straße und in die Öffentlichkeit geht, AUFBRUCH BRETTEN wird entsprechende Aktionen unterstützen !

Wohnen / Pflege

AUFBRUCH BRETTEN fordert im Kommunalwahlprogramm für Bretten die Schaffung bezahlbaren Wohnraums, indem Neubauvorhaben künftig je nach Stadtteil zu 30 – 50 % im sozial geförderten Wohnungsbau entstehen sollen. Mehrgenerationenhäuser und betreute Wohngemeinschaften sind zusätzlich zu fördern. Gleiches gilt für die ambulante Pflege, wobei auch hier über private und kirchliche Pflegedienste hinaus Formen städtischen Engagements zu entwickeln sind.
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VERANSTALTUNG MIT HERMANN FÜLBERTH ZU HÖHEN UND TIEFEN DER RATSARBEIT

Zu einer Veranstaltung im „Schweizer Hof“ konnte Versammlungsleiter Peter Bahn letzten Freitag nicht nur acht von 14 Ratskandidaten von „Aufbruch Bretten“, sondern auch eine Anzahl von neuen Interessenten begrüßen. Sie waren gekommen, um den Bericht von Stadtrat Hermann Fülberth über seine bisherige Ratsarbeit zu hören. Fülberth war 2014 für die Partei DIE LINKE in den Brettener Rat gewählt worden und ist jetzt Spitzenkandidat der Bündnisliste „Aufbruch Bretten“.

In lebendiger, oft von Humor gewürzter Weise stellte Fülberth dar, wie er die Arbeit im Rat erlebt hat. „Alle hatten sich ganz lieb“, sei sein erster Eindruck gewesen, und „keiner wollte den anderen weh tun.“ Damit habe man aber eine wesentliche Aufgabe verfehlt, denn der Gemeinderat sei verpflichtet, die Verwaltung und den Oberbürgermeister zu kontrollieren und gegebenfalls auch mal „vor das Schienbein zu treten“. Er selbst habe stets versucht, dieser Verpflichtung nachzukommen, was für ihn als Einzelstadtrat ohne dazugehörige Fraktion nicht immer leicht gewesen sei. In Einzelfällen sei es allerdings gelungen, mit anderen Stadträten zu einer produktiven Zusammenarbeit im Sinne der Sache zu kommen. Leitmotive seien für ihn immer die sozialen Anliegen der Normalbevölkerung, eine ökologisch nachhaltige Stadtplanung und die Förderung des öffentlichen Nahverkehrs gewesen. Daran wolle er auch in der neuen Wahlperiode festhalten.

An den Vortrag schloss sich eine lebhafte Diskussion an, deren Themenbreite vom städtischen Haushalt bis zur Zukunft des Brettener Bahnhofs und vom desolaten Zustand des innerstädtischen Einzelhandels bis zur Verkehrsplanung reichte. Deutlich wurde dabei ein tiefes Unbehagen über die derzeitigen Verhältnisse in Bretten.

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LEHRREICHE VERANSTALTUNG VON AUFBRUCH BRETTEN ZUR PERSPEKTIVE DER BRETTENER KINDERGÄRTEN

Unter dem Motto „Brettener Kindergärten – wie weiter ?“ veranstaltete AUFBRUCH BRETTEN am letzten Freitag eine Podiumsdiskussion im Bürgersaal des Alten Rathauses. Das Podium war mit Bürgermeister Michael Nöltner (zuständiger Dezernent), Heike Hermann (Referentin bei der Gewerkschaft GEW), Christoph Mack (Kandidat von AUFBRUCH BRETTEN und Vater einer Tochter im Kindergartenalter) sowie Heike Dörsam (Geschäftsführerin des Kindergarten-Trägervereins „Schneckenhaus“) vielfältig besetzt. Die Moderation lag bei Dr. Peter Bahn (AUFBRUCH BRETTEN). 25 Personen nahmen an der Veranstaltung teil, gut die Hälfte davon Erzieherinnen und Erzieher aus Kindergärten.

Die teilweise recht kontroverse Diskussion gruppierte sich um vier Themenblöcke: eine Gebührensenkung bis zur eventuellen Gebührenfreiheit für Kindergärten, die Personalsituation in den Einrichtungen, die Frage nach der Arbeitsplatznähe von Kindergärten und die Qualitätssicherung. Während sich die GEW-Vertreterin für die Gebührenfreiheit und die Vertreter von AUFBRUCH für eine Gebührenfreiheit unter bestimmten Bedingungen (volle Kostenübernahme durch das Land, keine Abwälzung der Lasten auf die Kommunen, schrittweise Einführung) aussprachen, plädierte BM Nöltner für die Beschränkung der Gebührenfreiheit auf das letzte Kindergartenjahr. Heike Dörsam war dagegen skeptisch: bei einer Gebührenfreiheit drohe ein zusätzlicher Zustrom in die Einrichtungen, die zu Mehrbelastungen der Erzieher und Qualitätsverlusten führen werde.

Beim Thema Personalsituation waren sich alle Podiumsteilnehmer einig, dass die Arbeit der Erzieherinnen und Erzieher schwierig, z.T. nervenaufreibend und in hohem Maße verantwortungsvoll ist. Die Personaldecke sei dünn, sowohl in den örtlichen Einrichtungen, als auch landesweit, die Fluktuation hoch. Der Erzieherberuf müsse attraktiver gemacht werden, was aber nicht nur über finanzielle Anreize, sondern vor allem über eine Verbesserung der Arbeitssituation, z.B. einen besseren Personalschlüssel, geschehen müsse.
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BRETTEN BARRIEREFREI – AM BAHNHOF UND AUCH ANDERNORTS !

Dass der Bürgersaal und das Trauzimmer im Alten Rathaus für Rollstuhlfahrer und Rollatorbenutzer so gut wie unerreichbar sind, ist vielen Brettenern gar nicht bewusst. Denn der Zugang zum Gebäude und die Innenerschließung der einzelnen Stockwerke sind nur über Treppen möglich und somit nicht barrierefrei. Ähnlich sieht es bei anderen öffentlichen Gebäuden im Innenstadtbereich aus. Darauf aufmerksam zu machen war das Ziel eines Rundgangs, zu dem die Wählergemeinschaft AUFBRUCH BRETTEN letzten Freitag eingeladen hatte.

Dass es in dem städtischen Gebäude des Alten Rathauses einen Aufzug geben müsse , war für Peter Bahn von AUFBRUCH BRETTN eine ausgemachte Sache. „Auch Gehbehinderte müssen eine Möglichkeit haben, Kulturveranstaltungen, z.B. im Bürgersaal, zu besuchen“, meinte er. Das Thema „Aufzug“ werde im Gemeinderat schließlich schon lange genug diskutiert. Und Stadtrat Hermann Fülberth hatte auch gleich einen konkreten Vorschlag: einen Außenaufzug an der Südseite des Gebäudes, zur Pforzheimer Strasse hin.

Um einen Außenaufzug ging es uch bei der nächsten Brettener Kultureinrichtung, dem Stadtmuseum im Schweizer Hof. Peter Bahn, der das Museum 16 Jahre lang leitete, berichtete aus eigener Erfahrung davon, dass viele Besucher mit Rollstühlen oder Gehhilfen drei der vier Ausstellungsebenen nicht erreichen konnten. Abhilfe geschaffen werden könne hier mit der Installation eines Außenaufzuges über den Innenhof des Anwesens. So gehe auch keine Ausstellungsfläche verloren. Weiterlesen

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„AUFBRUCH BRETTEN“ FORDERT: BRETTEN BARRIEREFREI !

Zu einem thematischen Stadtrundgang unter dem Titel „Bretten barrierefrei !“ lädt die Wählergemeinschaft AUFBRUCH BRETTEN für Freitag, den 26. April ab 17 Uhr ein. Vom Polizeirevier bis zum Bahnhof gibt es in Bretten immer noch eine ganze Reihe von öffentlichen Immobilien, die aufgrund von Treppen, fehlenden Rampen und nicht vorhandenen Aufzügen für Rollstuhl- oder Rollatornutzer, Kinderwagen, aber z.B. auch für Blinde nur schwer oder gar nicht zugänglich sind. Darauf soll bei der Aktion hingewiesen werden.

Die Teilnehmer treffen sich beim Alten Rathaus, einem städtischen Gebäude mit mehreren Funktionen (u.a. Bürgersaal, Trauzimmer), das dringend einen barrierefreien Zugang bräuchte. Der Rundgang führt dann weiter zum Schweizer Hof (Stadtmuseum), zum Amtshaus (Amtsgericht) und zum Neuen Rathaus. Um den Rundgang nicht zu sehr ausufern zu lassen, wird die konkrete Situation am Bahnhof anhand von eindrucksvollen Fotos erläutert. Selbstverständlich wird bei jedem Objekt auch darauf eingegangen, wie man die unbefriedigende Situation baulich lösen könnte – getreu dem Motto von AUFBRUCH BRETTEN „Die Dinge beim Namen nennen !“

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Leserbrief: KiTaOdyssee oder Erfahrungen als junge Mutter mit den Angeboten der Stadt Bretten

Als wir erfuhren, dass wir noch ein Kind erwarten, war die Freude groß. Wir waren aber auch verunsichert: Es war klar, dass ich spätestens nach einem Jahr mit dem Ende des Elterngeldes wieder arbeiten gehen muss, um den Unterhalt der Familie zu sichern. Wir sind auf mein Gehalt angewiesen. Mein Mann verdient als Krankenpfleger zu wenig, um eine fünfköpfige Familie zu finanzieren.

Deswegen kümmerte ich mich bereits im 5. Monat der Schwangerschaft um einen Krippenplatz. Ich fragte zuerst beim ehemaligen Kindergarten meines großen Sohnes nach, ob sie ab Mai 2019 einen Platz für uns hätten. Dort wurde mir gesagt, dass die Zuteilung der Plätze inzwischen durch die Stadt erfolge und ich mich dorthin wenden solle.

Die Mail der zuständigen Sachbearbeiterin war freundlich. Mir wurde mitgeteilt, dass im November alle Eltern angeschrieben würden, deren Kind im darauffolgenden Kindergartenjahr zwischen einem und drei Jahren alt würden. Zu diesem Zeitpunkt seien viele Kinder, die mit einem Jahr in dem betreffenden Kindergartenjahr Betreuung benötigten, noch nicht geboren. Daher würden Eltern mit Neugeborenen separat angeschrieben. Es folgte ein Verweis auf die auch online abzurufende Kindergarten-broschüre. Aus den Einrichtungen sind von den Eltern 3 auszuwählen und als Wunscheinrichtungen anzugeben.

Soweit so gut. Ich kannte das Procedere. Allerdings war mir damit konkret nicht geholfen: Ich musste wissen, ob unser Kind mit einem Jahr überhaupt eine Chance auf einen Platz haben würde. Offenbar wurden ja die Plätze schon im Winter auf 1 1/2 Jahre hin vergeben und die Nachgeborenen konnten nur auf Restplätze hoffen. Wir brauchten Betreuung und es stand nicht zur Debatte, die Elternzeit zu verlängern, sondern wir mussten ggf. Alternativen suchen.
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ZU FRÜH GEJUBELT: WIRD DER BRETTENER HAUSHALT MAKULATUR ?

Zur Mitteilung von OB Wolff über eine Lücke von rund 6 Millionen EURO bei der Gewerbesteuer erklärt die Wählergemeinschaft AUFBRUCH BRETTEN:

Fast alle hatten sich ganz lieb: bei nur einer Gegenstimme (Hermann Fülberth, DIE LINKE) verabschiedete der Brettener Gemeinderat Ende Februar den städtischen Haushalt für 2019. Die Sprecher aller anderen Fraktionen überschütteten OB und Verwaltung förmlich mit Lobeshymnen für eine gute Haushaltsplanung und ein solides Zahlenwerk. Bretten stünde damit, so der Tenor, „sehr gut da“.

Ganze 6 Wochen später, zu Beginn der Ratssitzung am 9. April, erfolgte dann die kalte Dusche. OB Wolff gab bekannt, dass man sich bei den Gewerbesteuer-Einnahmen verschätzt habe, statt von 22 Millionen EURO könne man jetzt nur noch von 16 Millionen ausgehen! Es fehlen also allein bei der Gewerbesteuer in diesem Jahr 6 Millionen EURO.

Das kam nicht überraschend, wie der OB es im Rat darstellte, sondern war auch Ende Februar schon absehbar. Seit Monaten schon deuten alle Konjunkturdaten nach unten, nicht nur die Wirtschaftsforschungsinstitute, sondern auch die Bundesregierung weisen darauf hin, dass „die fetten Jahre vorbei“ seien. In Bretten allerdings ignorierten OB, Ratsmehrheit und Verwaltung die deutlichen Warnsignale und verabschiedeten einen Haushalt, der von vornherein Ausdruck von Schönrednerei war.

Am 9.4. sprach OB Wolff die Möglichkeit eines Nachtragshaushalts an, was bedeuten würde, dass der gerade verabschiedete Haushalt bald Makulatur wäre. Auch von „Sparmaßnahmen“ war die Rede. Hier werden die Brettener aufpassen und sich unter Umständen wehren müssen, denn alle Erfahrung zeigt:

Sparmaßnahmen treffen immer diejenigen, die am wenigsten zu sparen haben, vor allem Vereine, Kultur- bzw. Sozial-einrichtungen und ganz allgemein die Normalbevölkerung. Wehret den Anfängen !

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